Yager-Code

 

Die Yager-Therapie, auch Yager-Code genannt, gehört neben der Hypnoanalyse zu den effektivsten Kurzzeittherapien, wenn es darum geht, tief wurzelnde Probleme nachhaltig zu lösen.

Das Anwendungsgebiet reicht von psychischen über psycho-somatische bis hin zu scheinbar rein somatischen Krankheiten, die aber ebenfalls durch psychische Faktoren beeinflusst werden.

Anwendungsbeispiele für die Yager-Therapie: Depressionen, Ängste und Phobien, Schuldgefühle, Zwänge, PTBS, Alkohol- oder Nikotinabhängigkeit, Asthma, Reizdarmsyndrom, Migräne, chronische oder akute Schmerzen, Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen, Augenprobleme, sexuelle Funktionsstörungen u.a.

Der Yager-Code wurde vor gut 40 Jahren von Dr. Edwin Yager, Professor für klinische Psychiatrie an der medizinischen Fakultät der Universität San Diego (Kalifornien) entwickelt, erforscht und seitdem sehr erfolgreich praktiziert. Bis ins hohe Alter bildete er TherapeutInnen in der Yager-Therapie aus. U.a. in Kooperation mit Dr. Norbert Preetz am Deutschen Institut für Hypnose in Magdeburg.

Während die Hypnosetherapie primär mit dem Unterbewusstsein arbeitet, arbeitet die Yager-Therapie mit einem Bereich unseres Geistes, den man als höheres Bewusstsein bezeichnen könnte. Dieses höhere Bewusstsein, von dem wir meist nur ahnen, dass es so etwas in uns gibt, nennt Ed Yager „Zentrum“. Es verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten und ist in der Lage, binnen sehr kurzer Zeit unser Innerstes nach den Ursachen unseres Problems abzusuchen. Quasi wie ein Virenscanner, der eine Festplatte absucht.

Diese Ursachen sind, wie schon unter „Hypnoanalyse“ beschrieben, oft sehr frühe, meist negative Erlebnisse, die sich tief eingeprägt und verfestigt haben und bis heute unsere Gefühle und unsere Sicht auf uns und die Welt prägen. Ed Yager nennt sie „Teile“ und beauftragt das Zentrum, diese aufzuspüren und zu heilen.

Im Unterschied zur Hypnoanalyse muss man die belastenden Situationen nicht noch einmal durchleben, um sie zu verarbeiten. Das Zentrum nimmt uns diese Arbeit ab und heilt die "Teile" auf seine Art sehr wirkungsvoll. Manchmal spürt oder "weiß" man was da gerade geschieht oft aber auch nicht. Das Zentrum entscheidet, was für uns zumutbar ist. Auf diese sanfte Art werden Retraumatisierungen weitestgehend vermieden.

Auch muss man die Therapeutin nicht wissen lassen, worin das Problem eigentlich besteht. Man kann das Problem - aus welchen Gründen auch immer (z.B. weil es sehr schambesetzt ist) - für sich behalten und dennoch wird die Therapie einwandfrei funktionieren.

Ein weiterer Unterschied ist die Trancetiefe. Anders als bei der Hypnoanalyse reicht beim Yager-Code ein leichter Entspannungszustand völlig aus.